Gruppendynamik und Mindfulness

Trainingsworkshop

Gruppenbesprechungen und Management-Meetings nehmen in Organisationen einen großen Raum ein. Neben der methodischen Gestaltung der Gesprächsabläufe spielt dabei die sogenannte „Gruppendynamik“ eine wichtige Rolle. Wenn Spannungen entstehen, sich Frustration breit macht oder wenn viel geredet wird, aber kein Ergebnis zustande kommt, dann hängt das oft damit zusammen, dass sich die Beteiligten in psychosoziale Verhaltensmuster verstricken und sie nicht mehr in der Lage sind, diese Kreisläufe zu stoppen.

Präsenz und Bewusstheit sind notwendig, um zu erkennen, was im eigenen Inneren und in der Gruppe abläuft und um das eigene Verhalten zu verändern. Dieses „Aufwachen“ für die Situation im „Hier und Jetzt“ der Gruppe ist aber deshalb so schwierig, weil jeder Mensch in der eigenen Sozialisation im Umgang mit schwierigen Situationen vor allem in der Familiengruppe grundlegende Verhaltensmuster entwickelt hat, die sich auch im Berufsleben in schwierigen Situationen als sekundäre Instinkte mit zwingender Macht zur Geltung bringen. Für die verfahrene Situation sind sie aber nicht hilfreich, denn die Beteiligten sind nicht im Kontakt mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen im Hier und Jetzt der Gruppe, sie sind gefangen in den Denk-, Fühl- und Verhaltensprogrammen aus ihrer Kindheit.

Diese Psychodynamik ist direkt verknüpft mit der Systemdynamik der Gruppe, denn alle Beteiligten müssen sich mit den grundlegenden psychosozialen Spannungsfeldern ihrer Gruppe auseinandersetzen. Durch ihr meistens unbewusst gesteuertes Verhalten nehmen sie dazu Stellung:

Zugehörigkeit:

Wie sehr bin ich bereit, mich anzupassen, um den Werten der Gruppe zu entsprechen und dazuzugehören? Wie sehr stehe ich zu meinen Werten, auch wenn ich dadurch in Konflikt mit den Gruppenwerten komme und mich vom Ausschluss bedroht fühle?

Intimität:

Wie sehr entwickle ich das Vertrauen, mich zu öffnen und Nähe zuzulassen? Wie sehr will ich für mich sein, bleibe misstrauisch und verschlossen und bin dadurch nur zu oberflächlichen Kontakten bereit?

Einfluss:

Wie stark möchte ich das Geschehen in der Gruppe beeinflussen und scheue dabei auch vor Auseinandersetzungen nicht zurück? Wie stark vermeide ich die Auseinandersetzung mit den Anderen und bin deshalb auch mit wenig Einfluss zufrieden?

Um die Wahrnehmungsfähigkeit für diese Spannungsfelder in Gruppen zu entwickeln, ist es notwendig, das eigene unbewusst gesteuerte Verhalten zu erfahren und zu verstehen. Dazu ist eine gruppendynamische Trainingsgruppe ein erprobter Rahmen. Um die Aufwachprozesse den eigenen unbewussten Mustern und auch der systemisch wirkenden Gruppendynamik gegenüber zu befördern, ist ein systematisches Training der Präsenz und Bewusstheit durch Awarenessübungen, Achtsamkeitsmeditation und körperorientierten Präsenzübungen eine große Hilfe. Ein zentraler Fokus des meditativen Bewusstseinstrainings bezieht sich auf die Stärkung des bewussten Erlebens im Hier und Jetzt.

Ziele und Inhalte

Das eigene unbewusst gesteuerte Verhalten zu erfahren und zu verstehen ist das zentrale Thema dieses Workshops. Auf diese Weise lassen sich die Wahrnehmungsfähigkeit für Spannungsfelder in Gruppen entwickeln. Die gruppendynamische Trainingsgruppe bildet dazu einen erprobten Rahmen. Um notwendige Aufwachprozesse zu fördern, ist ein systematisches Training der Präsenz und Bewusstheit durch Awarenesstraining, Achtsamkeitsmeditation und körperorientierte Präsenzübungen eine große Hilfe. Ein zentraler Fokus des meditativen Bewusstseinstrainings bezieht sich auf die Stärkung des bewussten Erlebens im Hier und Jetzt. Inhalte des Trainingsworkshops sind u.a.:

  • Flexibilität entwickeln im Umgang mit unterschiedlichen Rollen in der Zusammenarbeit
  • Das eigene Verhalten in Gruppen verstehen lernen
  • Dysfunktionale persönliche Verhaltensweisen in Gruppen erkennen und Veränderungsansätze erproben
  • Gruppendynamischen Faktoren von Gruppenkonflikten verstehen: Macht- und Rangdynamik, Beziehungsgestaltung (Nähe – Distanz), Zugehörigkeit, Rollen, Normen, etc.

Außerdem werden grundlegende Methoden des Awarenesstrainings und der Achtsamkeitsmeditation geübt, um sie in Reflexionen zum eigenen Verhalten und zum Gruppenprozess einzusetzen. Gleichzeitig lernen die Teilnehmer, die nicht wertende Haltung der Achtsamkeit und der Akzeptanz der Vorgänge im eigenen Bewusstsein und auf das Geschehen in der Gruppe anzuwenden. Daneben steigern körperorientierte und meditative Übungen die Präsenz und die Bewusstheit, um in spannungsgeladenen Gruppensituationen souveräner zu handeln.

Format

Trainingsworkshop

Termin

15. bis 19. Januar 2018

Veranstaltungsort

Benediktushof – Zentrum für Meditation und Achtsamkeit
Klosterstraße 10
97292
Holzkirchen/Unterfranken

Zielgruppe

Führungskräfte und Verantwortungsträgeraus Organisationen, Berater und Trainer, die ihre Fähigkeit zum präsenten und bewussten Verhalten im Umgang mit Gruppen weiter entwickeln wollen und die meditative Methoden in ihrer Arbeit einsetzen wollen.

Leitung

Dr. Klaus Antons
Rudi Ballreich

Veranstalter

Benediktushof in Kooperation mit der Trigon Entwicklungsberatung München und der Universität Witten/Herdecke / Professional Campus

Informationen und Anmeldung

Benediktushof – Seminar- und Tagungszentrum GmbH
Akademie für Führungskompetenz
Klosterstraße 10
97292 Holzkirchen (bei Würzburg)
+49 (9369) 98 38 – 0
kurse@benediktushof-holzkirchen.de
www.benediktushof-holzkirchen.de

Kosten

980,00 € inkl. MwSt.
für Privatpersonen
exkl. Unterkunft und Verpflegung

1.680,00 € zzgl. MwSt.
Mitarbeiter aus Unternehmen
exkl. Unterkunft und Verpflegung

2017-10-09T15:35:25+00:00